Cremer, Elke: Die Brailleschrift der Birken. Gedichte

Ein vielschichtiges Panorama aus Wäldern und Baumlandschaften.

lieferbar ab 15. Juni 2026, 64 Seiten, Softcover mit Klappen

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Beschreibung

Elke Cremer
Die Brailleschrift der Birken
Gedichte

Mit Zeichnungen von Hanna Hennenkemper

Elke Cremers Gedichtband entfaltet weite Waldlandschaften – zwischen antiken Mythen, brennenden Bäumen und den Bruchlinien deutsch-europäischer Geschichte zeigt sich leise eine atmosphärische Verbundenheit, jenseits von Grenzen.

Elke Cremers Gedichtband entfaltet ein vielschichtiges Panorama aus Wäldern und Baumlandschaften: Auf poetischen Streifzügen führt die Autorin durch Waldgebiete, die teils vom Klimawandel gezeichnet sind, teils wild und frei wuchern. Die Texte lassen antike Mythen und matriarchale Erinnerungen zwischen den Stämmen aufleuchten und folgen zugleich den schmerzlichen Bruchlinien der deutsch-europäischen Geschichte. Und in den Skizzen zukünftiger Wälder zeigt sich leise eine umfassende atmosphärische Verbundenheit, jenseits von Grenzen.

„im kiefernduft des waldbodens
zwischen wucherungen und drehwuchs
spüre ich moospflaster unter den fußballen
lausche dem stummen summen der rhizome
verflechtungen eines waldtelefons
das wimmeln im totholz zeuge deiner
gezielten pflege durch vernachlässigung“

„Und schnell überragen einen die Gedichte, die eben noch langsam emporzuwachsen schienen; füllen den Horizont aus, wo sie eben noch um einen kleinen Gegenstand kreisten.“
(Timo Brandt auf „Lyristix“ über Elke Cremers Lyrik)

 

Biografien

Elke Cremer, Jahrgang 1975, studierte Literatur- und Musikwissenschaft. Sie erhielt das Literatur-Jahresstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und den Lyrikförderpreis der GEDOK Heidelberg. 2019 gelangte sie in die Endrunde zum Gertrud-Kolmar-Preis.
2014 erschien ihr Lyrikheft »Linien aus Bienen«, 2021 der Lyrikzyklus »Die Mandarinenorakel« (gemeinsam mit Eva Brunner), 2022 ihr Lyrikband »Aufriss ohne Häuser« im KLAK Verlag Berlin. 2026 wurde ihr Debütroman „Heimgehen“ im Dörlemann Verlag veröffentlicht. 2017, 2022 und 2023 erhielt sie den Deutschen Hörfilmpreis.
www.literaturport.de/lexikon/elke-cremer

Hanna Hennenkemper
geboren 1974, ist eine in Berlin lebende zeitgenössische Künstlerin und Professorin für Zeichnen und Druckgrafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Ihre Forschung konzentriert sich auf Zeichnungspraktiken im Anthropozän. Sie ist vielfach ausgezeichnet, international ausgestellt und engagiert sich als Kuratorin sowie Initiatorin von Projekten und Symposien zur zeitgenössischen Zeichnung und Druckgrafik.